Mohn - Pflanze der Hekate

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Schlafmohn (Papaver somniferum) hat weiße bis violette Blüten. Die Verwendung reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, Schlafmohn gehört damit zu den ältesten Kulturpflanzen Europas. Alte Fruchtbarkeitsgöttinnen wurden mit Schlafmohnkronen dargestellt. Diese Mohnpflanze wurde als „Pflanze der Freude“ verehrt, aber auch mit dem Tod in Verbindung gebracht.

Schlafmohn verkörpert Dunkelheit und Licht gleichermaßen, kann giftig oder heilend sein - eine wahre Zauberpflanze.

Um die Schlafmohnpflanze ranken sich magische Geschichten: Sie wächst im Garten der Göttin Hekate zusammen mit anderen heiligen Pflanzen. In den antiken griechischen Mysterien beschreibt Orpheus die Göttin Hekate als „Himmelskönigin, Erdprinzessin, Meeresgöttin in Safrangewändern“. Die jungfräuliche Göttin der Jagd, Artemis, bewacht den Garten. 

Mohn ist eine Pflanze der Hekate, Göttin der Nacht und der Magie. 


Heute finden wir verschiedene Mohnarten, der rote Klatschmohn ist dabei wohl am bekanntesten und verbreitesten in unserer Region. Oft findet man ihn in Getreidefeldern. Er ist seit dem Neolithikum in Europa verbreitet, sozusagen ein Archäophyt („Altbürger“).

Klatschmohnfeld bei Radebeul 2022

  • Da aus Schlafmohn Opium hergestellt wird, ist in Europa der Anbau verboten
  • Früher fand man Schlafmohn noch in Bauerngärten, Mohnmilch wurde traditionell als Beruhigungsmittel eingesetzt
  • Mohnsamen sind ungiftig und auch in der Küche beliebt, sie finden z.B. Verwendung bei Mohnstrudeln und Mohnbrot

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